Yokoso!

|||Vorwort:

Aufgrund nicht wirklich vorhandenen Internets in den letzten Tagen kam ich leider nicht zum Updaten des Blogs.

Ich hoffe mal sehr dass wiederholt sich nicht, vier Tage Japan schriftlich aufzuarbeiten sind kein Kinderspiel :D |||

 

So...

Da sitze ich nun in Frankfurt, den kompletten Flug von München hierher inklusive Start und Landung verschlafen, neben einem Inder der in den nächsten Minuten herausfinden wird dass er seinen Flug nach Mumbai verpasst.

Blöd auch wenn man Gate Z45 mit Z54 vertauscht und dann noch einen der Namen hat, die einfach falsch ausgesprochen werden müssen, zumindest von den Frankfurter Flughafenmitarbeiterinnen...

 

Doch was mir viel mehr Kopfzerbrechen bereitet ist der erschreckend niedrige Akkustand meines MacBooks und iPhones, so werden sie den Flug garantiert nicht durchhalten..

Gut das mir Google sagen kann, dass sich in meiner Nähe Steckdosen befinden.

Nach kurzer Suche trau ich meinen Augen kaum, zwei Doppelsteckdosen sowie zwei USB-Steckplätze!

Die Spannung steigt ins unermessliche, zumindest bei meinen Elektrogeräten.

 

Halbe Stunde bis zum Boarding, nun werd auch ich langsam nervös, das hat sich die Tage recht gut zurückgehalten, Christian und Marion haben sich mittlerweile auch schon eingefunden, praktischerweise am richtigen Gate, Mumbai wäre glaub ich nichts für sie gewesen.

 

Das Boarding beginnt, Handy raus und mit QR-Code auf dem Handy zum Scanner, schon Wahnsinn diese Technik.

 

Ein Piepsen später sitze ich auf Platz 82K und genieße die [Ironie AN] waaaahnsinnige Beinfreiheit des großartigen Airbus A380[Ironie OFF].

 

Nächster Halt: Tokio Narita

 

 

Laut Pilot eine Standart-Lande-Situation, laut mir die mit Abstand schrägste Landung bisher.

Und mit schräg meine ich in dem Fall nicht komisch-schräg sondern 15° seitlich versetzt schräg.

Dank nicht grad sanftem Seitenwind war auch die Landung nicht sehr sanft, gibt aber sicher schlimmeres, beispielsweise erst gar nicht nach Japan fliegen zu können.

 

Angekommen in Narita erwartete uns erst einmal eine Wand aus feuchter und warmer Luft welche aber noch deutlich angenehmer war wie die Luft in den letzten 11 Stunden.

 

Bei dem Ausfüllen des Einreiseformulares wurde standartmäßig die Kontaktadresse eines Supermarkts angegeben mit der Telefonnummer die aus den Lottozahlen der letzen Samstagsziehung bestand, naja ok es war dann doch einfach die letzte gewählte japanische Nummer im telefonbuch, aber der nutzen für die Passkontrolle war der gleiche.

 

Aus der ursprünglich mit einer halben Stunde angesetzten Aufenthaltszeit im Flughafen wurden dann dank Passkontrolle, Gepäckband (die eigene Tasche ist natürlich immer die letzte), Umtausch des Zug-Vouchers in ein Ticket und beinahe-buchung eines überteuerten Hotelzimmers in Tokyo zu gut zwei Stunden.

 

Nachdem das günstigere Hostel reserviert war ging es im Handumdrehen in die Metropole.

Gepäck im Hostel abgestellt, kurz im Gang frische Kleidung angelegt und wieder ab auf die Straße.

 

In einem der zahlreichen kleinen Supermärkte/Fast-Food Läden (welche ihrem Namen alle Ehre machen) die erste Bento-Box geholt.

Fürs Dessert hatten wir auch schon gesorgt, in einer der Gassen stand plötzlich ein MandarinenGrapefruitOrangen-Baum (ok ich geb zu die Definition sollte noch einmal überarbeitet werden, vielleicht waren die Früchte einfach noch nicht Reif) der selbstverständlich von alleine aus eine der doch recht bitteren Früchte fallen lies.

 

Der Spielplatz wurde kurzerhand als Biergarten umempfunden, bei so herrlichem Sonnenschein unter japanischen Ahornbäumen lässts sich bekanntlich am besten Dinieren.

 

Doch das ganze wurde von einem tragischen Ereignis überschattet...

Die Rutsche war gegen jegliche Benutzung abgeriegelt, ein einsamer Ast hatte suizid begangen und blockierte mit seinen Überresten besagtes Spielgerät.

Eine andere Erklärung ist uns leider nicht eingefallen, die Rusche war in einem neuwertigen Zustand...

Wir hatten uns auf jeden Fall einen Ast darüber abgelacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eines der erstaunlichsten Dinge des Tages war jedoch die Fähigkeit der Japaner große Dinge im kleinsten Raum unterzubringen.

Wieder zurück ins Hostel, ich hatte mal wieder meine Sonnenbrille vergessen.

 

Der angebrochene Nachmittag führte uns dann noch in das Grünwald Tokios, wir befanden uns auf dem Weg zum Studio Ghibli.

Rare und teure Autos, für japanische Verhältnisse große Häuser, sauberst geputze Straßen und riesige Grünflächen sorgten recht schnell dafür sich zu fühlen man sei irgendwo anders, jedoch nicht in einer 12 Millionen Einwohner Metropole.

 

Das ist aber gerade das reizvolle an Tokio, bzw Japan allgemein, im einen Moment befindet man sich noch in Shibuya, an der Kreuzung wo jeden Tag abertausende von Menschen ihres Weges gehen, keine 5 minuten davon Entfernt per lokaler Zuglinie (die Pünktlichkeit ist einfach der Wahnsinn) befindet man sich in einem der schönsten Parks die ich je gesehen habe.

 

Das Filstudio Ghibli war leider geschlossen doch ein spaziergang durch besagten Park machte das schnell wieder wett.

 

Wie die Parks so sauber gehalten werden können bleibt mir immer noch ein Rätsel, es gibt zwar alle paar Meter einige der Getränkeautomaten, Abfalleimer jedoch sucht man vergeblich.

 

Auf dem Rückweg richtung Shinjuku Station wurde uns die gefährlichkeit leiser Autos mal wieder bewusst.

Diese Elektroautos hört man einfach NICHT.

Zumindest bis zu dem Zeitpunkt bis der Fahrer die Hupe durchdrückt und einem einen dreiviertelten Herzinfarkt beschert...

Was können wir auch ahnen dass er schon seit einigen Metern hinter uns fährt...

 

 

 

 

Zumindest bis wir uns Abends nochmals auf den Weg nach Tokyo machten.

 

An einem mit deutschen Kennzeichen bestückten Subaru vorbei führte uns unser Weg in einen der zahlreichen Stadtparks Tokyos welche bei Nacht nicht minder berrauschend sind.

 

Die Beleuchtung in Kombination mit den feinen Bambushainen sorgt teilweise für eine wirklich unglaublich surreale Stimmung.

 

Diese Stadt bei Nacht ist einfach Atemberaubend, anders kann man dies nicht sagen.

 

Auf der einen Seite sind Straßen und Plätze an denen man Tagsüber kaum einen Pflasterstein erkennen kann wie leergefegt.

 

Vereinzelt sieht man noch Pärchen auf dem Weg nach Hause oder Salesmen (Geschäftsmänner) in Richtung Kapselhotels wandern - die letzten Züge aus Tokio raus fuhren vor knapp einer Stunde.

 

Auf der anderen Seite schillernde Neonreklamen, bunteste Beleuchtung wohin die Blicke reichen, Düfte und Gerüche von Speisen aus aller Welt aus Läden die teilweise nicht größer sind wie die manche Europäischen Kühlschränke.

 

Blinkend und Glitzernd reihen sich die Pachinko Hallen in den schmalen Gassen im Zentrum aneinander.

 

Spielhallen - der liebste Zeitvertreib neben Einkaufen für die japanische Jugend.

 

Laut und Bunt muss es sein.

 

Und das ist es allemal.

 

Und noch viel mehr.

 

Wie ich dich vermisst habe Tokyo.

 

 

 

 

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